Katzen & Weihnachten: Unser umfassender Guide für eine sichere, entspannte und katzenfreundliche Weihnachtszeit
Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest voller Lichter, Düfte, Freude und Traditionen. Für Katzen hingegen ist Weihnachten oft eine Mischung aus Abenteuerpark, Geruchsexplosion, Stressarena und Spielplatz - mit integrierter Alarmanlage. Wir erleben jedes Jahr, dass Katzen während dieser Zeit völlig neue Seiten zeigen, manche extrem neugierig, manche besonders sensibel und manche plötzlich entschlossen, den Baum zu stürzen, der ihrer Meinung nach einfach zu einladend aufgebaut wurde.
Dieser Artikel führt durch alles, was Katzen in der Weihnachtszeit erleben, und zeigt, wie wir Menschen unsere tierischen Mitbewohner sicher, glücklich und psychisch stabil durch die Feiertage begleiten können. Und keine Sorge: Humor gehört dazu, denn ohne Humor wäre das Leben mit Katzen ja nur halb so schön.
Inhaltsverzeichnis
- Warum Weihnachten für Katzen zur Reizüberflutung werden kann
- Weihnachtsdeko: Glaskugeln, Lametta und funkelnde Versuchungen
- Der Weihnachtsbaum: Der persönliche Kletterpark deiner Katze
- Kerzen und Lichterketten - Sicherheit geht vor
- Weihnachtsstern, Schokolade, Düfte & festliches Essen: Lecker – aber gefährlich
- Haustiere verschenken? Warum das ein No-Go ist
- Besuch und Feiertagsstress: Psychologische Bedürfnisse deiner Katze
- Geschenkpapier, Schleifen und Co.: Kleine Risiken, große Wirkung
- Fazit: So wird Weihnachten mit Katze sicher und harmonisch
1. Warum Weihnachten für Katzen zur Reizüberflutung werden kann
Katzen sind Gewohnheitstiere. Sie profitieren von stabilen Tagesroutinen, vertrauten Abläufen und vorhersehbaren Reizen aus ihrer Umgebung. An Weihnachten verändert sich jedoch fast alles gleichzeitig: neue Gerüche, veränderte Stimmung, laute Geräusche, veränderte Schlaf- und Fütterungszeiten, Besuch, fremde Stimmen, klingelnde Türen, raschelnde Pakete und natürlich der Weihnachtsbaum, der aus Katzensicht wirkt wie ein Statement: „Bitte untersuchen.“
Diese Vielzahl an Veränderungen kann zu einer Form der Reizüberflutung führen. Viele Katzen zeigen subtile Stresssymptome, die von Halterinnen und Haltern oft erst spät erkannt werden. Dazu gehören ein verändertes Putzverhalten, hektisches Umherlaufen, nächtliches Miauen, vermehrtes Rückzugsverhalten oder das Gegenteil: übermäßige Anhänglichkeit.
Katzenpsychologisch betrachtet verarbeiten Katzen Reize langsamer als Menschen. Eine plötzliche Veränderung im Umfeld kann Nervosität oder Unsicherheit auslösen, besonders wenn mehrere Reize zusammen auftreten. Katzen wissen nicht, dass nun die Adventszeit beginnt und damit eine der stressigsten Zeiten im Jahr anbricht. Darum sind Rückzugsorte für unsere Samtpfoten eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme in der Weihnachtszeit. Ein Rückzugsort wirkt wie ein psychologisches Polster, das hilft, Reize zu filtern und das Nervensystem zu beruhigen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beibehaltung vertrauter Rituale. Futterzeiten sollten möglichst stabil bleiben, ebenso kurze Spieleinheiten, die den Jagdtrieb regulieren. Kleine Rituale schaffen Verlässlichkeit, und Verlässlichkeit schafft Sicherheit. Wenn wir verstehen, dass Katzen nicht grundsätzlich „schwierig“ sind, sondern einfach stabilisierende Strukturen benötigen, fällt es leichter, das Verhalten während der Feiertage einzuordnen und liebevoll zu begleiten.
2. Weihnachtsdeko: Glaskugeln, Lametta und funkelnde Versuchungen
Weihnachtsdeko wirkt auf Katzen wie eine Mischung aus Beute, Puzzle, Jagdtraining und akustischem Stimulus. Katzen lieben Bewegungen, Lichtreflexe, Geräusche und interessante Oberflächen. Sie faszinieren sich extrem für bewegende, glänzende Objekte. Weihnachtsdeko ist für sie praktisch ein Toys-R-Us. Und genau das macht klassische Weihnachtsdekoration für sie unwiderstehlich.
Glaskugeln sind eines der größten Risiken. Sie sehen harmlos aus, aber im Moment des Herunterfallens verwandeln sie sich in scharfe, gefährliche Splitter, die Pfoten, Nase oder Maul verletzen können. Glaskugeln aus Katzensicht: „Wow, fliegende Beuteobjekte in verschiedenen Farben – muss ich sofort testen!“ In Wahrheit bedeuten sie Verletzungsgefahr durch Splitter oder verschluckbare Teile. Kunststoffkugeln sind deutlich sicherer und lassen sich in Farbe, Form und Stil an jede Dekoration anpassen. Bessere Alternativen: bruchsichere Kunststoffkugeln, Stoffornamente, Filzfiguren, Holz- oder Papierdeko.
Lametta wiederum ist psychologisch besonders gefährlich, weil Katzen den Reiz von dünnen, schmalen, glänzenden Objekten kaum ignorieren können. Lametta plus Katze ergibt Horrorfilm. Der sogenannte Fadenfremdkörper zählt zu den gefährlichsten Notfällen in der Tiermedizin. Die Verletzungen können dramatisch sein. Wer da sicher gehen will, sollte komplett auf Lametta verzichten oder die tendenziell „gefährliche“ Deko ins obere Drittel des Weihnachtsbaums hängen. Denn die Positionierung ist ebenfalls entscheidend. Deko im unteren Drittel des Baumes sollte grundsätzlich aus robusten, ungefährlichen Materialien bestehen. Filz, Holz, Stoff oder Papier eignen sich hervorragend. Die meisten Katzen testen den unteren Bereich des Baumes zuerst, weshalb es sinnvoll ist, genau dort besonders auf Sicherheit zu achten. So bleibt die Deko heil und die Katze vor unnötigen Unfällen geschützt.
3. Der Weihnachtsbaum: Der persönliche Kletterpark deiner Katze
Ein Weihnachtsbaum löst bei vielen Katzen eine instinktive Reaktion aus: Er ist hoch, er ist stabil genug, er riecht intensiv und er steht mitten im Raum. Katzen sehen darin einen Kletterbaum, keine Dekoration. Es gibt dazu unzählige Geschichten aus dem Praxisalltag.
Das Klettern dient Katzen nicht nur zur Bewegung. Es ist ein psychologisches Bedürfnis. Höhe bedeutet Kontrolle, Überblick, Sicherheit. Katzen nutzen hohe Plätze, um ihre Umgebung zu beurteilen, ihr Revier im Blick zu behalten und Stress abzubauen. Ein Weihnachtsbaum erfüllt genau diese Kriterien – und deswegen sollten wir ihn gut sichern.
Ein stabiler Standfuß ist Grundvoraussetzung. Sandsäcke oder Gewichte geben zusätzliche Sicherheit. Eine Wandfixierung sorgt dafür, dass der Baum nicht umkippt, selbst wenn die Katze beschließt, mitten in der Nacht eine spontane Klettereinlage einzulegen.
4. Kerzen und Lichterketten - Sicherheit geht vor
Katzen sind neugierig – und leider haben viele von ihnen schon leidvolle Erfahrungen mit echten Kerzen gemacht. Ein winziger Funken reicht, und die Samtpfote kann sich ernsthaft verbrennen. Deshalb gilt: Brennende Kerzen gehören immer außer Reichweite der Katze. Wer nicht auf den Duft und das warme Licht verzichten möchte, kann Adventskränze oder Kerzen einfach sicher aufhängen – zum Beispiel stabil an der Decke befestigt oder an der Wand montiert. Selbst dann gilt: Kerzen niemals unbeaufsichtigt brennen lassen, wenn die Katze im Raum ist. Katzen sind exzellente Kletterer – hat die Neugier erst einmal zugeschlagen, finden sie fast immer einen Weg, an das Licht heranzukommen.
LED-Lichter sind eine sichere Alternative, die das Kerzenlicht schön imitieren. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Lichterketten laden Katzen zum Spielen ein, und ein Kabel kann schnell zur Falle werden. Verheddern sich Katzen darin, droht nicht nur Verletzungsgefahr, sondern auch ein Stromschlag.
Lichterketten sollten daher möglichst hoch am Baum oder an anderen Dekorationsstellen angebracht werden, damit keine langen Kabel nach unten hängen. Auch Fenster oder Balkongeländer sollten so gesichert sein, dass die Katze nicht daran ziehen kann. Stecker von elektrischen Kerzen oder Lichterketten sollten nur in die Steckdose gesteckt werden, wenn jemand im Raum ist und die Situation im Blick hat. So bleibt das weihnachtliche Licht für uns stimmungsvoll – und für die Katze vollkommen ungefährlich.
5. Weihnachtsstern, Schokolade, Düfte & festliches Essen: Lecker – aber gefährlich
Viele klassische Weihnachtsblumen sind für Katzen schlicht unbrauchbar: Weihnachtsstern, Misteln, Amaryllis oder Christrosen können schon durch ihren Pflanzensaft Erbrechen, Durchfall, Reizungen der Schleimhäute oder auffällige Verhaltensänderungen auslösen. Am sichersten fährt man mit ungiftigen Alternativen oder indem man sensible Pflanzen in katzenfreie Bereiche verbannt.
Ebenso tückisch sind Duftöl-Schälchen. Katzen schlecken neugierig daran und setzen sich damit unnötigen Risiken aus. Festliche Duftöle sollten in Haushalten mit Katzen komplett gestrichen werden.
Auch beim Weihnachtsessen lauern einige Gefahren:
- Schokolade: Theobromin ist hochgiftig und kann Krämpfe, Durchfall, Herzprobleme und im schlimmsten Fall Todesfälle verursachen
- Plätzchen, Lebkuchen, Nougat: viel Zucker, oft Nüsse oder Rosinen, alles ungeeignet und zum Teil giftig
- Fleisch & Fisch: nur ungewürzt und vollständig durchgegart vertretbar
- Gewürze wie Knoblauch, Zwiebeln, Lauch: für Katzen extrem toxisch
- Alkohol: selbst minimale Mengen können lebensbedrohlich sein
Darum lohnt es sich, Weihnachtsteller und Essensreste konsequent außer Reichweite zu halten und stattdessen sichere Alternativen anzubieten: Katzengras, geeignete Leckerlis oder kleine Portionen ungewürzten Fleisches beziehungsweise Fisches. So bleibt das Fest für alle entspannt, auch für die kleinste Mitbewohnerin.
6. Haustiere verschenken? Warum das ein No-Go ist
Eine Katze ist kein Geschenkpapier-Moment – sie ist eine langfristige Entscheidung. Überraschungen mögen für Menschen schön sein, für Katzen jedoch sind sie oft stressig und überfordernd.
Das Verschenken von Katzen bringt gleich mehrere Probleme mit sich:
- Viele Beschenkte sind mit der Verantwortung überfordert.
- Katzen landen leider oft im Tierheim, wenn die Entscheidung spontan und unvorbereitet getroffen wurde.
- Erstausstattung, Futter, Wissen und Eingewöhnung fehlen – wichtige Grundlagen für eine glückliche Bindung.
Bindung und Vertrauen entstehen nicht durch Überraschung, sondern durch Vorbereitung, Zeit und bewusste Entscheidungen. Wer sich eine Katze wünscht, sollte diesen Schritt bewusst planen, sich begleiten lassen und die Katze langsam ins neue Zuhause einführen. Professionelle Beratung kann helfen, den Übergang sicher und stressfrei zu gestalten.
Eine Katze ist kein Geschenk zum Aufreißen – sie ist ein Familienmitglied, das vorbereitet, bedacht und liebevoll aufgenommen werden sollte. Nur so kann eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung entstehen.
7. Besuch und Feiertagsstress: Psychologische Bedürfnisse deiner Katze
Weihnachten bedeutet oft Hausbesuch, klingelnde Türen, fremde Stimmen und ungewohnte Gerüche. Für Menschen ein Highlight – für Katzen häufig Stress pur. Manche Katzen werden neugierig, schnuppern vorsichtig und ziehen sich dann zurück. Andere verschwinden stundenlang unter dem Bett oder hinter dem Sofa. Das Verhalten hängt stark vom individuellen Wesen, Alter und bisherigen Erfahrungen ab.
Katzen brauchen sichere Räume, die während der Feiertage nicht betreten werden. Ein sogenannter Safe Room mit Wasser, Futter, Toilette, Lieblingsdecke, Höhle oder Kratzbaum stabilisiert das Nervensystem, reduziert Stress und gibt ihnen die Kontrolle über ihre Umgebung.
Katzen sind extrem sensibel gegenüber intensiven Parfums, Duftkerzen, Räucherstäbchen oder dem Geruch fremder Speisen. Schon ein einziger, überwältigender Duft kann dazu führen, dass die Katze sich dauerhaft zurückzieht. Eine ruhige, neutrale Umgebung mit bekannten Düften wirkt beruhigend und sorgt dafür, dass die Feiertage für die Katze nicht zu einem Reizüberflutungs-Event werden.
Tipps für entspannte Feiertage:
- Besucher instruieren, Katzen nicht aufzudrängen – die Katze entscheidet, wann sie Kontakt möchte.
- Türen zu sicherem Rückzugsraum offen lassen, damit die Katze jederzeit wechseln kann.
- Leise, beruhigende Musik kann helfen, Hintergrundgeräusche zu dämpfen.
- Kurze, vertraute Spiel- oder Kuscheleinheiten schaffen Sicherheit und stabilisieren die Bindung.
Mit diesen Maßnahmen lassen sich selbst stressige Besuchssituationen deutlich entspannter gestalten – für Katzen und Menschen gleichermaßen.
8. Geschenkpapier, Schleifen und Co.: Kleine Risiken, große Wirkung
Katzen lieben raschelnde Geräusche, fliegende Papierstücke und glänzende Bänder – alles ein riesiges, faszinierendes Beschäftigungsspielzeug. Doch nicht alles ist sicher.
Gefahrenquellen:
- Kunststoffbänder oder Drahtschleifen
- Folien oder Glitzerpapier
- Kleine Teile, die verschluckt werden können
Diese Materialien können beim Verschlucken zu ernsthaften Problemen führen: Darmverschluss, Verstopfung oder innere Verletzungen.
Sichere Alternativen:
- Stoffbänder oder Stoffschleifen statt Plastik
- Kartons, Papiertüten oder kleine Papierschnipsel als kontrolliertes Spielangebot
- Geschenkpapier nur unter Aufsicht auslegen oder danach sofort wegräumen
So bleibt der Spielspaß erhalten, ohne dass die Katze Gefahr läuft, sich zu verletzen oder krank zu werden. Ein kreativer Umgang mit Geschenken kann die Katze beschäftigen und gleichzeitig für dich stressfreie Dekoration garantieren.
9. Fazit: So wird Weihnachten mit Katze sicher und harmonisch
Weihnachten mit Katzen kann ein echtes Highlight sein – wenn wir ihre Bedürfnisse beachten und die Umgebung sicher gestalten. Katzenpsychologie hilft uns zu verstehen, warum sie tun, was sie tun, und wie wir ihnen Sicherheit, Struktur und Rückzugsmöglichkeiten schenken können.
Mit etwas Vorbereitung, gezielter Rücksicht und einer Prise Humor wird Weihnachten ein Fest, das alle genießen können:
- Die Menschen in Ruhe beim Festessen, Dekorieren und Beschenken.
- Die Katzen entspannt beim Beobachten, Spielen und Kuscheln.
Die Quintessenz: Katzen und Weihnachten passen wunderbar zusammen – wenn wir ihre Welt ernst nehmen, Gefahren erkennen und ihnen liebevoll ein sicheres Umfeld bieten. Dann bleibt der Baum stehen, die Kugeln heil und die Feiertage stressfrei – für alle Beteiligten.
Euer Team von
Praxis Hand Pfote Herz | Katzenbetreuung, Katzensitting & Tierkommunikation | Berlin | Tierpsychologin Belinda Kannmacher
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08.12.2025
Sommer, Sonne, Schnurrnasen – So überstehen Haustiere die heiße Jahreszeit
Die Sonne brennt vom Himmel, das Thermometer klettert in ungeahnte Höhen – herrlich für Sonnenanbeter, aber eine Herausforderung für unsere tierischen Mitbewohner. Denn: Hunde und Katzen schwitzen nicht wie wir. Sie müssen mit Hitze anders umgehen – und dabei können (und sollten) wir ihnen aktiv helfen.
Hier kommen die besten Tipps für coole Tiere bei heißem Wetter.
🍦 Eiskalt genießen – Leckere Erfrischungen für Vierbeiner
Warum sollen nur wir Eis essen dürfen? Auch Tiere freuen sich über eine kleine Schleckerei.
- Für Katzen: Die Lieblings-Schleckcreme (ohne Zuckerzusatz!) einfach mal in den Tiefkühler legen. Einmal durchgefroren, ist sie eine cremige Abkühlung, die zugleich beschäftigt.
- Für Hunde: Laktosefreien Naturjoghurt in Eiswürfelformen geben, optional mit ein paar Hundesnacks oder etwas püriertem Obst aufpeppen – einfrieren – fertig ist das Hunde-Eis! (Und ja, das sieht so lecker aus, dass du fast selbst probieren möchtest…)
❄️ Cool bleiben – Kühlmatten, Fliesen & Co.
Kühlmatten sind praktisch – aber bitte auf Qualität achten! Krallen und Zähnchen können schnell dafür sorgen, dass das Kühlgel austritt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern unter Umständen auch gesundheitsschädlich.
Alternativen:
- Gefrorene Wasserflaschen in ein Handtuch gewickelt
- Feuchte, kühle Waschlappen als Liegefläche
- Einfach kühle Fliesen als Lieblingsplatz freigeben (und vielleicht ein wenig von der Decke räumen, damit’s schön kühl bleibt)
🐾 Hitzefrei beim Gassigehen
Der Klassiker: Mittagshitze, Asphalt, Gassirunde. Keine gute Kombi. Der Boden kann so heiß werden, dass empfindliche Hundepfoten Brandblasen bekommen. Also:
- Gassi bitte nur früh morgens oder abends
- Asphalt vorher mit der Handfläche testen: Zu heiß = zu gefährlich
- Im Schatten bleiben, wo es geht
- Wenn die Sonne nicht zu vermeiden ist, zügig durch und nicht stehen bleiben
Extra-Tipp: In besonders heißen Phasen auch mal auf geistige Auslastung zuhause setzen – Suchspiele, Tricks oder einfach ein kühles Leckerchen.
😺 Katzen & Sommer – mehr als nur ein Nickerchen im Schatten
Katzen sind Meister darin, sich kühle Plätzchen zu suchen. Aber wenn dein Stubentiger den ganzen Tag in der prallen Sonne liegt, darfst du ruhig mal sanft intervenieren: Spiel ihn in den Schatten oder locke mit einem Leckerli. Meist reicht ein kleiner Anstupser, um den Ort zu wechseln.
Richtig cool: Ein kleiner Katzenpool auf dem Balkon oder im Garten. Fülle eine flache Schale mit etwas Wasser, rein mit ein paar Spielzeugen oder Deckeln, vielleicht ein paar schwimmende Snacks – und schon hast du ein Mini-Angelspiel mit Abkühlungseffekt!
🏠 Zuhause – der Hitzeschutz beginnt in den eigenen vier Wänden
Auch drinnen kannst du viel tun:
- Morgens und abends gründlich lüften
- Tagsüber Fenster & Türen schließen – vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung
- Rollos runter, Gardinen zu – denk ans Tropenhaus-Feeling, das wollen wir nicht
- Kühle Böden freihalten – damit deine Tiere sich flach drauflegen können
Katzen lieben es, auf Waschbecken, Fliesen oder in der Badewanne zu chillen – also lass ihnen den Zugang dazu.
💧 Trinken, trinken, trinken
Gerade im Sommer ist ausreichende Wasseraufnahme ein Muss! Frisches Wasser gehört in jedes Zimmer, am besten mehrmals täglich erneuern.
Für Wassermuffel helfen:
- Trinkbrunnen
- Schüsseln mit leicht fließendem Wasser
- Wasser mit einem Tropfen Thunfischsaft oder Hühnerbrühe (ohne Salz!)
🧠 Extra-Tipp vom Profi: Sommer ist schön – gute Haltung ist noch schöner!
Du fragst dich, ob deine Katze wirklich artgerecht lebt? Ob sie genug Beschäftigung, Ruhe, Rückzug und Abwechslung bekommt – auch außerhalb der Hitzewelle?
Dann bist du bei meiner Verhaltensberatung für Katzen genau richtig! Ich helfe dir, das Verhalten deiner Samtpfote besser zu verstehen, Probleme frühzeitig zu erkennen und das Zuhause optimal auf ihre Bedürfnisse abzustimmen.
Denn ein glückliches Tier ist immer auch ein entspanntes Tier – egal bei welchem Wetter. 😺
Bleib cool – und hilf deinem Haustier, es auch zu bleiben!
Euer Team von
Praxis Hand Pfote Herz | Katzenbetreuung, Katzensitting & Tierkommunikation | Berlin | Tierpsychologin Belinda Kannmacher
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18.06.2025
Fellwechsel bei Hund und Katze – So hilfst du deinem Tier durch die haarige Zeit!
Der Frühling ist da, die Sonne lacht – und dein Zuhause sieht aus wie ein flauschiges Schlachtfeld? Willkommen in der Fellwechselzeit! Wenn Hund und Katze ihren Winterpelz abwerfen, fliegen die Haare in alle Richtungen. Doch keine Panik – mit ein paar einfachen Tricks kannst du dein Tier optimal unterstützen.
Warum verlieren Hunde und Katzen jetzt ihr Fell?
Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, signalisiert das den Tieren: "Der dicke Wintermantel kann weg!" Sowohl die Unterwolle als auch das Deckhaar lockern sich, damit im Sommer kein Wärmestau entsteht. Das ist ein völlig natürlicher Prozess – aber für dich bedeutet es eine haarige Herausforderung.
Die richtige Bürste ist das A und O
Ein häufig gemachter Fehler: falsche Bürsten! Wähle eine Bürste, die die Haare herauskämmt, statt sie abzuschneiden. Das sorgt für ein gesundes, glänzendes Fell. Besonders bei Langhaarkatzen kann es passieren, dass sich Knoten bilden – hier hilft manchmal nur noch vorsichtiges Herausschneiden oder ein leiser Tierhaarrasierer.
Omega-3 und -6-Fettsäuren für Haut und Fell
Neben dem täglichen Bürsten kannst du dein Tier mit der richtigen Ernährung unterstützen. Öle für Tiere, die Omega-3- und -6-Fettsäuren enthalten, fördern die Hautgesundheit und sorgen für ein glänzendes Fell.
Wichtige Tipps für die Fellwechselzeit
- Tägliches Bürsten: Je mehr Haare du rausbürstest, desto weniger landen auf Sofa und Kleidung.
- Staubsauger in Bereitschaft: Das Chaos ist vorübergehend – halte durch!
- Gesunde Ernährung: Omega-Fettsäuren und Kräuter können den Fellwechsel positiv beeinflussen.
- Geduld bewahren: Ja, es sind viele Haare. Nein, dein Tier wird nicht kahl.
Fellpflege entspannt angehen
Viele Tiere genießen das Bürsten – andere eher weniger. Das Bürsten sollte gut trainiert sein, besonders bei Langhaarkatzen. Daher fang am besten früh damit an, es zu trainieren, und nicht erst, wenn die Knoten schon da sind.
Bürstentraining – gehört zur Kategorie Medical Training - so geht’s:
Am besten mit Clickertraining (hierzu kommt nochmal ein gesonderter Blogbeitrag). Dies gilt also für Clickerprofis, bei denen der Clicker bereits konditioniert ist!
Step 1: Nimm die Bürste, streiche sanft mit der Rückseite über den Rücken der Katze, am besten während sie entspannt irgendwo liegt. Sie bleibt entspannt? Click und Snack.
Step 2: Nimm die Seite mit den Borsten und streiche leicht über den Rücken der Katze. Katze ist entspannt? Click und Snack.
Step 3: Intensiviere das Bürsten. Katze bleibt entspannt? Click und Snack. Und so weiter.
Fazit
Der Fellwechsel ist eine ganz natürliche Sache, aber mit ein paar einfachen Tricks kannst du dein Tier optimal unterstützen. Bürste regelmäßig, sorge für eine gesunde Ernährung mit Omega-Fettsäuren und verliere nicht die Geduld – denn auch diese haarige Zeit geht irgendwann vorbei!
Eure Belinda
Praxis Hand Pfote Herz | Katzenbetreuung, Katzensitting & Tierkommunikation | Berlin | Tierpsychologin Belinda Kannmacher
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14.03.2025